Ergebnis des Mediationsverfahrens "Runder Tisch Schlösslgründe"
25. November 2009
Die Details zum Ergebnis nach neun "Runden Tischen"
Die Teilnehmer der Runden Tische waren: drei Mediatoren, zwei Vertreter des Grundeigentümers Stift Klosterneuburg,
Vertreter der beiden Bauträger ÖVW und Sozialbau, sechs Vertreter der Bürgerinitiative Jedlesee, ein Vertreter
der Pfarre Maria Loretto und der Erzdiözese und je ein Vertreter der politischen Parteien in
Floridsdorf.
Nach 9 Runden Tischen, die jeweils etwa 4 Stunden dauerten und großteils in guter Gesprächsatmosphäre,
manchmal aber auch emotional und
hitzig verliefen, einigten sich die Teilnehmer auf einen Kompromiss.
Aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen und der anfangs weit auseinander liegenden
Positionen mussten sowohl der Grundeigentümer Stift Klosterneuburg, als auch die beiden
Bauträger Sozialbau und ÖVW und ebenso die Bürgerinitiative Jedlesee ihre Kompromissfähigkeit
beweisen.
Das Ergebnis ist ein Gesamtpaket aus
* einem deutlich reduzierten und vor allem an die umliegenden Gebäudehöhen angepassten Wohnbau,
* der Rückwidmung eines Teiles des Grundstückes in Schutzgebiet Wald und Wiese (SWW),
* die Renovierung des historischen Maria-Theresien-Schlössls und passende gärtnerische Gestaltung der
Gartenflächen,
* die Integration eines Kindergartens und Horts (5 + 1 Gruppen) in den Wohnbau,
* das Bekenntnis des Stiftes Klosterneuburg und aller politischen Parteien, das Erholungsgebiet Schwarze
Lacke dauerhaft als Schutzgebiet Wald und Wiese (SWW) zu erhalten und wenn möglich zur zusätzlichen Absicherung
als Landschaftsschutzgebiet auszuweisen,
* die Pfarre Maria Loretto wird noch prüfen, ob sie in das Maria-Theresien-Schlössl und
Nebengebäude umzieht,
* die Lösung finanziert auch einen Jugendspielplatz in Jedlesee und evtl. andere
Jugendeinrichtungen im Bezirk,
* und es gibt die Zusage aller politischen Parteien, ein Verkehrskonzept für Jedlesee zu erstellen und umzusetzen,
um im betroffenen Gebiet die Verkehrsberuhigung und Verkehrssicherheit zu forcieren. Ein
dementsprechender Antrag wurde bereits in der Bezirksvertretung gestellt und auch beschlossen.
Gegenüberstellung wichtiger Daten vor und nach dem Mediationsverfahren:
Vorher
Nachher
Bauklassen
48 % Bauklasse II, 52 % volle Bauklasse I
60 % beschränkte Bauklasse I
(2 Vollgeschoße und ein zurückversetztes
Dachgeschoß), 22 % volle Bauklasse I,
18 % Bauklasse II (nur im unmittelbaren
Anschluss an Familienwohnbau-Bauten).
Bauhöhen (gesamte Gebäudehöhen)
Bis 15 Meter
60 % 9 m, sonst 12 m, nur im
unmittelbaren Anschluss an die Familienwohnbau-Bauten 15 m (Familienwohnbau-Bauten sind 17 m
hoch), jedoch bereits innerhalb dieser
beiden Blöcke abfallend auf 12 m.
Traufenhöhe zum
Kammelweg hin
9 – 12 m
6,5 m; zusätzlich Baumpflanzungen
Traufenhöhe neben
Gärten Kammelweg
9 m
6,5 m; zusätzlich Heckenpflanzung
Traufenhöhe zum
SWW hin
9 m
6,5 m und 9 m (die beiden südlichsten Wohntrakte)
Traufenhöhe hinter
Schlössl
12 m
9 m, im Anschluss an Familienwohnbau-Bauten 15 m
(Familienwohnbau-Bauten sind 17 m hoch)
Aussicht aus
Eigentumswohnungen
Kammelweg
Nur durch
Sichtachsen
je nach Geschoß Grün-Fernblick teilweise erhalten – fast "nur" 3-geschossige
Objekte davor
Zahl der Wohnungen
Ca. 180
Ca. 140
Wohnnutzfläche
Ca. 14.500 m2
Ca. 11.390 m2
3.600 m2 "Flaschenhals"
Gestaltung als
Jugendspielplatz
Zuschlag zum SWW, naturnahe Gestaltung
Ort Jugendspielplatz
Flaschenhals
Noch offen; Sozialkommission wird Vorschläge machen, Entscheidung durch MA 51.
Etwas mehr Details finden sich in der Pressemitteilung. Fotos und alle Mitteilungen zum Mediationsverfahren sind auf der Homepage des Mediatorenteams zu sehen.
Die öffentliche Präsentation des Ergebnisses erfolgt am Dienstag, den 12. Jänner ab 18.00 Uhr im Pfarrsaal der Pfarre Maria Loretto.
Demnächst wird das Umwidmungsverfahren starten, dass wahrscheinlich im Frühjahr 2011 abgeschlossen sein wird.
Als grober Richtwert kann für die Fertigstellung der Wohnbauten Ende 2013 angenommen werden.
Wir werden die erfolgreiche Durchführung der beschlossenen Maßnahmen immer wieder überprüfen und auf unserer Homepage über den aktuellen Stand informieren.