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Die Präsentation des Ergebnisses des Mediationsverfahrens
17. Jänner 2010


 
Wie angekündigt hat am 12. Jänner 2010 in der Pfarre Maria Loretto die Präsentation des Ergebnisses stattgefunden. Nach einleitenden Worten der Mediatoren, des Bezirksvorstehers und der Bürgerinitiative wurden die Ergebnisse vorgetragen.
Während die Bauträger die Details und Pläne zur Verbauung erklärten, konzentrierte sich die Bürgerinitiative auf die erreichten Zusagen zum Landschaftsschutz, Rückwidmung auf SWW-Gebiet, Schlössl-Revitalisierung, Verkehrskonzept usw.
Die Teilnehmer der Runden Tische bekamen auch noch die Gelegenheit ihre persönliche Meinung und Einschätzung zu äußern. Auch wenn die Zufriedenheit über den erzielten Kompromiss überwiegte, so gab es auch v.a. seitens der Bürgerinitiative Wehmut, dass eine Verbauung nicht zu verhindern war.
Anschließend hatten die Besucher der Präsentation Gelegenheit Fragen zu stellen, was auch ausgiebig genutzt wurde. Neben klärenden Fragen wurden auch Fragen über die künftigen Wohnungen und kritische Fragen über die Umsetzung einzelner Punkte gestellt.

In den kommenden Wochen wird die Bürgerinitiative Gespräche mit den Parteien über das Verkehrskonzept und verkehrsberuhigende Maßnahmen führen. Danach wird sie sich auf die Einhaltung der zugesagten Punkte konzentrieren.

Mehr Details zum Ergebnis und den zugesagten Maßnahmen finden Sie in der Abschlussvereinbarung:
Abschlussvereinbarung

Der Letztstand der Pläne der Verbauung, auf denen die Umwidmung basieren soll:
Plan Seite 1
Plan Seite 2

In den Plänen ist auch ein Vergleich vorher-nachher enthalten. Für die, die nicht teilnehmen konnten, hat das Mediatorenteam die Fragen und Antworten mitgeschrieben, abfotografiert und uns zur Verfügung gestellt:

F: Ist die Widmung nur eine Lösung für 25 Jahre?
A: Die Nutzungsdauer (d.h. Länge des Pachtvertrages) ist 100 Jahre. Innerhalb dieser Zeit ist eine Änderung nicht zu erwarten.

F: Leistbare Wohnungen - was ist gemeint?
A: Wegen günstiger Baurechtszins nur 60-70€ pro m² Nutzfläche als Barmittel, Bruttokaltmiete 7,3-7,5€ pro m² Nutzfläche. Alles sind geförderte Mietwohnungen.

F: Welche Gebäude von welchem Bauträger?
A: Nördliche Gebäude bis zum Kammelweg von ÖVW, südliche Gebäude bis zum Schlössl von Sozialbau.

F: Sind die Garagen freistehend?
A: Nein, unterirdisch.

F: Ist der öffentliche Durchgang ein Radweg?
A: Nicht als Radweg gedacht, wegen der Konflikte im Wohnbereich.

F: Wird es eine Nahversorgung im Wohnbereich geben?
A: Nein, ist nicht angedacht (ziehen den Verkehr an, würden zusätzliche oberirdische Stellplätze brauchen). (Bedarf an Nahversorgung gegeben.)

F: Asphaltierung Trampelpfad im SWW-Gebiet?
A: Im SWW-Gebiet sollte nicht asphaltiert werden. Empfehlung naturnahe Befestigung ohne Asphalt.

F: Größere Wohnungen, Anzahl der Zimmer?
A: 4 Zimmer-Wohnung mit 95-100m², ev. wenige 5 Zimmer-Wohnungen (120m²) aufgrund Leistbarkeit.

F: Wird ein Lift eingebaut?
A: Sämtliche Baukörper mit eigenen Stiegenhäusern und Lift.

F: Gibt es Eigengärten?
A: Im EG in weiten Bereichen vorhanden.

F: Abgrenzung Grünfläche zu Wohnfläche?
A: Niedrige Zäune (1,1-1,2m) mit Gartentüren für Schnittgutentsorgung.

F: Größe der Kellerabteile?
A: 3,5-4m²

F: Gibt es Schnittgutcontainer?
A: Ja.

F: Gibt es zusätzliche neue Parkplätze?
A: Pro Wohnung ein neuer Stellplatz. Erfahrung der Bauträger, dass langfristig Stellplätze leer bleiben. Zusätzliche Stellplätze müssten frei finanziert werden.

F: Gibt es öffentliche Stellplätze?
A: Nicht vorgesehen. (Platzraumbedarf vorhanden).

F: Gibt es eine juristische Absicherung der Vereinbarung? Gibt es eine Garantie der Umsetzung?
A: Die Abschlussvereinbarung ist ein zivilrechtlicher Vertrag, der einklagbar wäre. Vertrauen ist entstanden, dass Maßnahmen umgesetzt werden. Kontrolle der Bürgerinitiative. Bei neuem Konflikt wird zuerst Mediation in Betracht gezogen.

F: Was passiert mit den Containern im Vorgarten des Schlössls?
A: Details hier.

F: Wie wird die Energieeffizienz der zukünftigen Gebäude aussehen?
A: Guter Niedrigenergiestandard ist angestrebt. Dämmstoff 20cm, gut gedämmte Fenster.

F: Warum wird nicht mehr Grünfläche beim Schlössl erhalten?
A: Barockgarten wurde seitens Bürgerinitiative gefordert, als Kompromiss kleiner Garten mit Blumenbeet schön gestaltet und Vorgarten.

F: Aufstellung Hl. Nepomuk-Statue?
A: Ist derzeit beim Restaurator, Aufstellung nach Abschluss der Revitalisierung.

F: Wird es Terrassen, Loggien, Balkone geben?
A: Am Dach Terrassen, sonst Loggien.

F: Erhaltung der Bäume und Zaun im Vorgarten Schlössl?
A: Bäume sind durch Baumschutzgesetz geschützt, es gibt keinen Grund für die Fällung. Der Zaun ist Angelegenheit der Pfarre (wenn sie einzieht) in Abstimmung mit dem Denkmalamt und MA 19.

F: Bedachtnahme bestehender Bausubstanz (Schlössl) während der Bauphase?
A: Ist bei der Ausschreibung berücksichtigt. Es wird eine Bauaufsicht geben. Es wird keine erschütterungserzeugende Bautätigkeit geben. Sozialbau bürgt dafür. Das Denkmalamt wird beigezogen.

F: Widmung Schlössl derzeit 4,5m. Inwieweit wird sich etwas ändern?
A: Keine Änderung.

F: Schlössl - wie wird Sanierung garantiert? Wer hat Letztverantwortung?
A: Frühere Sanierung angestrebt. Stift garantiert Schlösslrevitalisierung.

F: Grünstreifen am Kammelweg vor den Gebäuden?
A: Ist geplant. Art der Begrünung noch offen, Landschaftsarchitekt wird Konzept erstellen.

F: Wo wird der Zaun zum SWW-Gebiet hin stehen?
A: Am ehemaligen Geierdamm.